So jetzt habe ich die Zeit von meinem Aufenthalt in den USA und allem was dazu gehört zu berichten.
Nach einer Anreise von etwa 14 Stunden bin ich Mittwochs mit meinen Eltern und meiner Schwester im Hotel angekommen. Das Einzige was ich dann noch geschafft habe, war das Rad aus dem Koffer zu holen und aufzubauen. Am Donnerstag haben wir in Ruhe gefrühstückt und sind mit dem Auto zum Veranstaltungsort gefahren und dort wartete schon der erste mächtige Eindruck. Ein riesen großes Stadion mit einem Fassungsvermögen von 500.000 Menschen, in dem normalerweise amerikanische Autorennen ausgetragen werden. Dort haben wir uns einen ersten Überblick verschafft und ich bin mit meinem Rad schoneinmal die Strecken abgefahren. Nachdem ich am Mittag die Startunterlagen abgeholt hatte, wartete eine große Überraschung auf mich. Mein Onkel aus München ist extra nach Charlotte geflogen, um den Wettkampf am Samstag live mitzuerleben und mich anzufeuern.
Den Tag vor dem Rennen habe ich zum größten Teil alleine im Hotel verbracht und soweit es ging alles für den nächsten Tag vorbereitet. Als ich dann am Samstag Morgen aufgewacht bin, wollte ich einfach nur noch am Start stehen und endlich loslegen.
Jetzt zum Rennen. Als erstes richtete ich meine Wechselzone ein und merkte mir die Wege durch die Radständer. Als ich mich dann warm machte, zog sich der Himmel wieder zu und pünktlich zum Start sollte der Regen vom Vormittag und der vergangenen Nacht wiedereinsetzen. Es war also Vorsicht auf der schwierigen und technisch anspruchsvollen Radstrecke geboten.
Es fiel der Startschuss und es ging los, jetzt musste ich zeigen, dass sich die lange Vorbereitung ausgezahlt hat. Der erste Lauf über 10km lief besser, als ich es mir eigentlich vorgenommen hatte und nach 33 minuten und ein paar Sekunden kam ich in die Wechselzone, um mich auf die 40km lange Radstrecke zu machen. Es lief wirklich sehr rund auf dem Rad und meine Beine waren sehr gut, allerdings musste ich mich plötzlich nach etwa der Hälfte übergeben, den Grund dafür weiß ich bis heute noch nicht. Dies wirkte sich jedoch nicht auf meine Leistung aus und so wechselte ich mit einer Zeit von 59 Minuten in die Laufschuhe, um mich auf die letzten 5km zu Fuß zu begeben. Hier ist noch deutliches Potential nach oben, denn die Zeit von 17.40 Minuten ist noch ausbaufähig. Aber das war mir im Ziel egal. Die Belohnung für das Rennen und auch die vergangenen Trainingswochen mit allem Aufwand ist der Weltmeistertitel der U19 im Duathlon.
An dieser Stelle auch ein dickes Danke an die vielen Leute, die mir von hier zu Hause aus die Daumen gedrückt haben. Vor allem an meine Freundin Nina, die mir aus Deutschland viel Glück gebracht hat und auch während der Vorbereitung immer eine große Unterstützung war. Und an meine Eltern, meine Schwester und meinen Onkel die in Amerika dabei waren. Aber auch an meine Freunde aus der Schule, ganz besonders an Conny (+Bad Aces), Nick (u.a. wegen der Deutschlandfahne), dem Heckhoff (u.a. wegen dem Bären-Glücksbringer), Niklas, der Domi und Lena für das Abholen am Flughafen. Und an Sina, die genau wie ihre Mutter, sehr beeindruckt von dem ist, was ich so hinkriege.
Nicht zu vergessen ist mein Trainer Georg Mantyk. Er trägt wohl mit die größte Verantwortung an meinem Erfolg in dieser Saison, genauso wie meine Trainingsgruppe im Triathlon Team Ratingen.